Jede Position ist ein aktives KAUFEN-Verdict aus dem wöchentlichen Analyse-Lauf. Das Modell hält mindestens sechs Monate — unabhängig vom Kursverlauf. Kaufkurs und KPIs stammen aus dem Moment der Entscheidung — kein Nachhinein.
Jede Position folgt denselben Regeln — unabhängig vom Titel, vom Kurs und vom Marktgefühl.
Das Depot hat Platz für maximal 10 Positionen — wie viele tatsächlich belegt sind, bestimmt das CAPE-Regime. Im aktuell teuren Markt liegt das Ziel bei 3–5 Titeln, in günstigen Phasen bei bis zu 10. Lautet das Verdict KAUFEN und ist ein Slot frei, kommt der Titel ins Depot — sofern kein Sektor dadurch mehr als 40 Prozent des Portfoliowerts belegt. Sind alle Regime-Slots belegt, tritt ein neuer KAUFEN-Kandidat im Tournament gegen die schwächste bestehende Position an — Grundbedingung: die Vergleichsposition muss mindestens sechs Monate gehalten worden sein und ihre aktuelle Renditeerwartung unter der Regime-Schwelle liegen.
Wie das Tournament funktioniert →Jede Position ist sechs Monate gesperrt — kein Verkauf, kein Tausch, unabhängig vom Kursverlauf. Danach debattiert das Modell den Titel neu: aktuelle Kennzahlen, frische Renditeerwartung auf 12 Monate, vollständige Neubewertung. Nicht der Kurs entscheidet ob eine Position bleibt. Die Thesis entscheidet. Ein Rückgang ohne Thesis-Bruch ist kein Verkaufssignal. Ein Anstieg mit gebrochener Thesis ist einer.
Exit folgt nicht wenn der Kurs fällt. Exit folgt wenn das Re-Assessment nach sechs Monaten ergibt, dass die Renditeerwartung auf 12 Monate die Regime-Schwelle nicht mehr erfüllt. Das Modell fragt nicht: steht die Position im Plus? Es fragt: rechtfertigt das verbleibende Potenzial noch den Platz im Depot? Die Antwort gilt unabhängig von Plus oder Minus.
Wie das in der Praxis aussieht — drei konkrete Szenarien: Halten, Verkaufen, Ablösen →