Wie viele Unternehmen hat der MSCI World?
Der MSCI World umfasst rund 1.320 Unternehmen aus 23 Industrieländern (Stand 2025/2026). Er ist nach Marktkapitalisierung gewichtet — größere Unternehmen haben mehr Einfluss auf die Indexentwicklung als kleinere.
Verdiq bewertet rund 415 dieser Unternehmen. Das sind 31% nach Anzahl. Nach Marktkapitalisierung sind es rund 85–90% des gesamten Indexgewichts.
Warum 31% nach Anzahl fast alles sind
Der MSCI World ist extrem konzentriert. Die zehn größten Unternehmen — NVIDIA, Apple, Microsoft und sieben weitere US-Megacaps — machen allein rund 26% des Index aus. Die oberen 400 Unternehmen sind die dominierenden Large-Caps in jedem Industrieland: die größten US-Technologiekonzerne, europäische Champions wie ASML, LVMH oder SAP, japanische Industriekonzerne wie Toyota, die größten Banken und Pharmaunternehmen weltweit.
Die verbleibenden ~900 Unternehmen im Index sind Mid-Caps: kleiner, weniger liquide, mit geringerer Analystenabdeckung. Sie tragen zusammen etwa 10–15% des Indexgewichts. Jedes einzelne dieser Unternehmen bewegt den Index minimal — viele haben ein Indexgewicht unter 0,02%.
Der DAX hat 40 deutsche Unternehmen. Apple allein macht 5% des MSCI World aus — mehr als der gesamte DAX.
Was die 415 repräsentieren
Verdiq konzentriert sich auf Unternehmen mit Marktkapitalisierung über 1 Milliarde Dollar und vollständiger Datenlage: Forward PE, EV/EBITDA, Insider-Daten, Analystenabdeckung, verlässliche Quartalszahlen. Unterhalb dieser Schwelle werden Kennzahlen lückenhaft, Liquidität sinkt, Manipulationsrisiken steigen. Das Problem dabei sind nicht die Fehler, die man sieht — sondern die, die man nicht sieht.
Die 415 sind nicht willkürlich. Sie sind die wirtschaftlich bedeutsamen Large-Caps jedes relevanten Industrielandes.
Warum wöchentlich trotzdem nur ~100–150 bewertet werden
Das Verdiq-Universum ist statisch definiert — aber der wöchentliche Screen ist dynamisch.
Nach dem ersten Run lernt das System, welche Aktien sich regelmäßig selbst ausschließen. Unternehmen die zweimal in Folge an einem Hard-Filter scheitern, wandern in den Cooldown:
| Ausschlussgrund | Pause |
|---|---|
| Datenabruf gescheitert | 7 Tage |
| Momentum zu niedrig oder überhitzt | 21 Tage |
| EV/EBITDA zu hoch | 28 Tage |
| Umsatzwachstum strukturell zu gering | 42 Tage |
| Marktkapitalisierung unter 1 Mrd | dauerhaft |
Eine Aktie die seit zwei Jahren kein Umsatzwachstum zeigt, braucht keine wöchentliche Neubewertung — ihre Fundamentaldaten ändern sich in sechs Wochen nicht strukturell. Das spart Rechenzeit und API-Kosten, ohne Erkenntnisse zu kosten.
Nach mehreren Monaten Betrieb bewertet Verdiq wöchentlich rund 100–150 Aktien aus dem 415er-Universum: alle frischen Kandidaten plus alle die aus dem Cooldown zurückkehren.
Der Rückkehr-Mechanismus
Der Cooldown ist kein permanenter Ausschluss. Er wird aufgehoben, wenn sich etwas fundamental ändert — und der schnellste Indikator dafür ist der Kurs.
Fällt eine Aktie um mehr als 15% während sie im Cooldown liegt, wird sie sofort neu bewertet. Das ist kein Automatismus aus Algorithmen-Denken — es ist eine Beobachtung über Märkte: Wenn der Kurs stark fällt während die Fundamentaldaten dieselben bleiben, hat der Markt die Substanz des Unternehmens plötzlich anders bewertet als vorher. Das ist genau das Setup, nach dem Verdiq sucht.