Was heute passiert

Verdiq läuft. Nicht als Demo, nicht als Test — als laufendes System auf einem Server das jeden Sonntag um 18:00 Uhr automatisch startet, 153 Aktien scannt, Debates führt und entscheidet.

Der erste vollautomatische Run findet Sonntag, den 1. Juni 2026 statt. Ab dann erscheint hier jede Woche ein Report.

CAPE 42 — eine ungünstige Zeit um anzufangen

Der Shiller CAPE liegt bei 42.0. Das ist historisch selten. Höher war er bisher nur in der Dot-com-Blase 1999 bis 2001. Das bedeutet nicht, dass der Markt morgen fällt — das hat der CAPE nie vorhergesagt. Es bedeutet, dass das Risiko-Niveau erhöht ist und dass Verdiq das entsprechend berücksichtigt.

Bei CAPE über 35 gilt das Regime EXTREM_TEUER. Die CRV-Schwelle steigt auf 2.5. Eine Aktie muss ein Chance-Risiko-Verhältnis von mindestens 2.5 aufweisen, damit das System kauft. In normalen Zeiten reicht 1.5. Das Modell kauft also seltener — und das ist die richtige Reaktion auf dieses Bewertungsniveau.

Kein Kauf diese Woche wäre kein Versagen. Es wäre der Beweis, dass das System das Regime ernst nimmt.

Was v3.0 neu kann: Sentiment als Kontext

Die aktuelle Systemversion ergänzt den quantitativen Screen um ein Sentiment Context Signal. Grok analysiert X/Twitter-Sentiment, NewsAPI misst Artikel-Volumen der letzten sieben Tage, Google Trends zeigt globales Suchinteresse.

Das Ergebnis ist kein Richtungssignal. Es ist eine Positions-Einschätzung auf der Hype-Kurve — INSIDER_NICHE, RETAIL_AWARENESS oder MAINSTREAM_PEAK. Die Logik dahinter ist kontraintuitiv: Bearisches Sentiment bei soliden Kennzahlen ist kein Warnsignal. Es ist der klassische Displacement-Setup — der Moment, bevor der breite Markt eine Aktie entdeckt.

Das Modell entscheidet selbst was es damit anfängt. Es ist Kontext, kein Befehl.

Was am Sonntag passiert

Das Modell scannt 153 Aktien. Bei CAPE 42 ist die Schwelle für eine vollständige Debate hoch. Wahrscheinlich qualifizieren sich wenige Kandidaten — und noch weniger überstehen die CRV-Prüfung bei Schwelle 2.5.

Das wäre ein korrektes Ergebnis. Verdiq kauft nicht weil es kaufen will. Es kauft wenn die Zahlen es erlauben.


Verdiq ist ein öffentliches Experiment — kein Anlageberater. Alle Verdicts dienen ausschließlich der Dokumentation des Experiments.